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Bifido-Bakterien kommen natürlicherweise im Darm von Säuglingen vor und sind neben vielen weiteren Bakterien Bestandteil der Darm-Mikrobiota – auch Darm-Flora genannt. Darunter versteht man die natürliche Besiedlung von Bakterien im Darm.
Eine Vielfalt an gesunden Darmbakterien im Magen-Darm-Trakt und eine ausgeglichene Zusammensetzung der Darm-Mikrobiota ist wichtig für die Gesundheit und das Wohlbefinden.1 Besonders Bifido-Bakterien spielen eine zentrale Rolle: Sie fördern die Darmgesundheit und unterstützen die Entwicklung und Reifung des Immunsystems.1 6 7
Bereits vor, während und nach der Geburt siedeln sich die ersten ganz typischen Bakterien im Darm von Babys an – darunter auch die Bifido-Bakterien. In der Darm-Mikrobiota von vaginal entbundenen, gesunden gestillten Säuglingen sind sie besonders ausgeprägt.1 2 3
Bifido-Bakterien werden von der Mutter auf das Baby übertragen. Babys nehmen unter anderem Bifido-Bakterien natürlicherweise bei der vaginalen Geburt über den Geburtskanal auf – und auch beim Stillen über die Muttermilch. Diese enthält nicht nur nützliche Bakterien, sondern auch spezielle Ballaststoffe, die im Dickdarm als Nahrung dienen und das Wachstum dieser Bakterien fördern.1
33% der Kinder kommen in Österreich per Kaiserschnitt zur Welt. Der Kaiserschnitt ist eine operative Geburtsmethode, bei der das Baby durch einen Bauchschnitt auf die Welt gebracht wird. Da Säuglinge bei der Entbindung durch einen Kaiserschnitt nicht den Geburtskanal passieren, fehlt ihnen der Kontakt u.a. zu Bifido-Bakterien aus dem Vaginalsekret. Kaiserschnitt geborene Babys nehmen eher die Hautbakterien der Mutter auf. Sie haben anderen Bakterien im Darm als vaginal geborene Säuglinge. Hier findest du weitere Informationen rund um das Thema Kaiserschnitt.
Ein Großteil der Immunzellen (70-80%) befindet sich im Darm. 1 5 Da diese von den dort angesiedelten Bakterien stark beeinflusst werden, tragen auch die Bifido-Bakterien wesentlich zur Entwicklung und Reifung des Immunsystems bei und unterstützen so langfristig die Gesundheit von Babys und Kindern.1 6 7
Besonders entscheidend ist dabei die frühe Säuglingszeit 1 8 9:
Hier findest du weitere nützlich Infos zur Entwicklung des Immunsystems deines Babys.
Falls du nicht stillen möchtest oder kannst, sprich bitte mit deiner Klinik, deiner Hebamme oder deinem Kinderarzt/deiner Kinderärztin darüber, welche Säuglingsnahrung für dein Baby geeignet ist.
Die Zusammensetzung der Darm-Mikrobiota von Säuglingen wird unter anderem beeinflusst durch2:
Wenn die Entwicklung einer typischen Darm-Mikrobiota gestört wird, kann ein Ungleichgewicht entstehen mit weniger guten und nützlichen gesunden Bakterien. Dabei sind meist die Bifido-Bakterien betroffen, deren Anzahl und Vielfalt dann geringer ist.
Dies ist – wie bereits erwähnt – beispielsweise bei einer Kaiserschnittgeburt der Fall. Säuglinge, die per Kaiserschnitt zur Welt kommen, passieren nicht den Geburtskanal; ihnen fehlt also der Kontakt u.a. zu Bifido-Bakterien aus dem Vaginalsekret.1
Ein gesunder Darm mit einer ausgeglichenen Darm-Mikrobiota ist für alle Babys wichtig, da sie u.a. zu weniger Infektionen, Magen-Darm-Beschwerden wie Störungen der Verdauung, Allergien, Ekzemen und Übergewicht führt.2
Hier erfährst du mehr über die Verdauung deines Babys, sowie über typische Verdauungsbeschwerden.
Bifidobakterien sind nützliche Darmbakterien, die natürlicherweise im Darm von Säuglingen vorkommen. Sie spielen eine zentrale Rolle für die Darmgesundheit und tragen wesentlich zur Entwicklung und Reifung des Immunsystems bei.
Babys nehmen Bifidobakterien bei der vaginalen Geburt durch den Geburtskanal auf. Auch über die Muttermilch werden diese Bakterien übertragen, da sie sowohl Bakterien als auch spezielle Ballaststoffe enthält, die das Wachstum der Bifidobakterien fördern.
Bei einem Kaiserschnitt fehlt der direkte Kontakt zum Vaginalsekret der Mutter, wodurch weniger Bifidobakterien übertragen werden. Stattdessen nehmen Kaiserschnittbabys eher Hautbakterien der Mutter auf, was die Darmflora beeinflussen kann.
Stillen ist eine der besten Möglichkeiten, die Darmflora zu fördern. Muttermilch enthält sowohl Bifidobakterien als auch präbiotische Ballaststoffe. Falls du nicht stillen kannst oder möchtest, sprich mit deiner Hebamme oder Kinderärztin über geeignete Alternativen.
Zu den Faktoren zählen u.a. Kaiserschnittgeburt, Antibiotikabehandlungen, Magen-Darm-Infekte, Allergien, Hygiene, Ernährung sowie Umweltfaktoren. Diese können das Gleichgewicht der Darmflora beeinflussen und die Anzahl der Bifidobakterien verringern.
Eine ausgewogene Darmflora kann das Risiko für Infektionen, Verdauungsprobleme, Allergien, Ekzeme und sogar Übergewicht senken. Sie ist entscheidend für das allgemeine Wohlbefinden und die langfristige Gesundheit deines Babys.
Hast du Fragen? Unsere Aptaclub Elternservice-Expertinnen sind immer für dich da, so wie du für dein Baby. Uns kannst du vertrauen!