Kleinkind
      Kleinkind spielt auf dem Boden
      Tipps

      Kindergartenstart

      Kleinkind spielt auf dem Boden

      Der große Tag rückt näher: Der Kindergarten beginnt! Erfahre hier, wie dein Kind sich schnell im „neuen Leben" wohlfühlt.

      Nun beginnt ein neuer Lebensabschnitt für die gesamte Familie. Aus dem Kleinkind wird ein Kindergartenkind. Die meisten Kinder sind stolz darauf und können es kaum erwarten.

      Für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten ein großes Ereignis. Gespannt fiebert es dem ersten Tag entgegen, doch wenn es dann soweit ist, kommt oft die große Ernüchterung: Das neue Umfeld, die vielen fremden Kinder, die Erzieher, der Lärm – oft möchte es dann nur noch eins: Schnell wieder nach Hause, und zwar sofort. Damit dein Kind sich im Kindergarten von Anfang an wohl und sicher fühlt, kannst du einiges tun: Gönne ihm eine Eingewöhnungsphase. Wichtig ist, dass dein Kind die Einrichtung vor dem ersten Tag schon mindestens 1 Mal gesehen hat.
      Noch empfehlenswerter aber ist ein sanfter Einstieg: Du kommst mit deinem Kind in den Kindergarten und „entdeckst" die neue Umgebung gemeinsam mit deinem Kind. An diesem ersten Tag wird mit dem Erzieher zusammen das Fach deines Kindes eingeräumt, dann hat es – mit der Sicherheit, dass du da bist – die Möglichkeit, sich alles anzuschauen oder auch nur auf deinem Schoß zu sitzen und zu beobachten, was um ihn herum vorgeht. Nach 1 bis 2 Stunden verlässt du den Kindergarten wieder gemeinsam mit deinem Kind.
      In den nächsten Tagen wird die gemeinsame Zeit im Kindergarten ausgedehnt, und das Kind nimmt an den Ritualen wie etwa Morgenkreis, Mittagessen etc. teil. Du trittst immer mehr in den Hintergrund und der Erzieher in den Vordergrund. Nach 3 bis 4 Tagen verlässt du für kurze Zeit den Kindergarten, solltest aber telefonisch erreichbar sein. So bekommt dein Kind die Sicherheit, dass du trotz Kindergartens für es da bist.

      „Trennung“ auf Probe

      Vielleicht bist du in der glücklichen Lage, Onkel, Tante, Großeltern und Freunde zu haben, die hin und wieder auf dein Kleines schauen. Das ist ein gutes Training für den Kindergarten, denn es ist dann daran gewöhnt zeitweise von dir getrennt zu sein. Sind dort auch andere Kinder, lernen vor allem Einzelkinder, dass sich nicht nur alles um sie dreht. In vielen Kindergärten werden mittlerweile auch Schnuppertage angeboten. Dort können sich die Kleinen gegenseitig, wie auch die zukünftige Betreuerin sowie all die tollen Spielmöglichkeiten kennenlernen.

       

      Was braucht mein Kind für den Kindergarten?

      Dein Kind bekommt in der Regel sein eigenes Fach. In ihm kannst du die Sachen deponieren, die es braucht:

      • Kindergartentasche (ist kein Muss, erhöht aber meist die Vorfreude)
      • Hausschuhe (am besten leicht anzuziehen und ohne Klettverschluss)
      • Ersatzgewand, Wechselwäsche und Windeln, falls dein Kind noch nicht sauber ist
      • Trinkflasche und Jausenbox (falls keine Jause im Kindergarten angeboten wird)
      • Schlecht-Wetter-Kleidung wie Regen-/Windjacke, Matschhose und Gummistiefel (für Spaziergänge oder wenn es einen Garten gibt)
      • Turnbeutel mit Turnhose, T-Shirt und Turnpatschen
      • eventuell Zahnbürste, -pasta und –becher
      • Bettzeug und Kuscheltier, wenn es Mittagsschlaf im Kindergarten gibt
      • Im Winter Schneehose, eine dickere Jacke, wasserfeste Stiefel, Handschuhe, Mütze und einen Schal.
      • Im Sommer Badeanzug oder Badehose, Sonnencreme, Sonnenhut.

      Nimm dir Zeit

      Damit der Start in diese neue Ära gelingt, ist vor allem eines wichtig: Zeit. Wenn die ersten Tage morgens ohne Stress verlaufen, sind die Weichen in die richtige Richtung gestellt. Es hat sich als erfolgreich erwiesen, wenn Mutter oder Vater an den ersten Tagen morgens eine Stunde im Kindergarten mitspielen und sich dann verabschieden. Das verkürzt deinem Kind die Zeit bis es wieder abgeholt wird. Geh ganz selbstverständlich weg. Wenn du  ein gutes Gefühl hast , wird dein Kind es auch haben. Sag ihm, wann er wieder abgeholt wird – z. B. „nach dem Essen“ oder „nach dem Mittagsschläfchen“ – dann kann es sich darauf einstellen. Und es weiß ja, dass es sich auf dich verlassen kann.

      Langsam eingewöhnen

      War dein Kind schon in einer Betreuung – sei es bei einer Tagesmutter, in der Krippe oder Kita – wird es meist einfacher für es sein, sich zu lösen. Die Eingewöhnungszeit ist dann mit 1 bis 2 Wochen etwas kürzer.  Wurde dein Kind bis zum Beginn im Kindergarten ausschließlich von dir betreut, kann die Eingewöhnung bis zu 4 Wochen dauern.  

      Diese Tipps können deinem Kind helfen,  das große Ereignis zur positiven Erfahrung  zu machen:

      • Damit das Gruppenleben im Kindergarten keine völlig neue Erfahrung für dein Kind ist, ist es gut, wenn es sich schon vorher in Spielgruppen an andere Kinder gewöhnt hat.
      • Sprich mit deinem Kind oft über den Kindergarten oder lese ihm Bücher vor, die zum Thema passen.
      • Lass dein Kind die Dinge, die es für den Kindergarten braucht, mit auswählen. Das weckt die Freude auf den „großen Tag".
      • Besuche mit deinem Kind „Schnuppertage" im neuen Kindergarten, gehe dort öfters vorbei.
      • Gib dem Kind für die erste Zeit ohne Sie etwas Vertrautes von daheim mit (Schmusetier, Kuscheltuch...)
      • Versuche den Abschied kurz zu halten. Lange Abschiedsszenen signalisieren deinem Kind deine eigene Unsicherheit und dein „Nicht-loslassen-können". Auch ein kurzes Abschiedsritual kann dabei helfen. Aber schleich dich nie heimlich davon!

      Überzeugende Argumente

      Wenn dein Kind am Morgen das Haus partout nicht verlassen will, ist deine ganze Überzeugungskraft gefragt. Erkläre ihm, dass es gewisse Pflichten hat und warum der Kindergarten wichtig ist. Immerhin warten dort seine Freunde und die Kindergartenpädagogin kann jede Hilfe beim Malen, Basteln und Tischdecken brauchen.

      Wenn es Ihre berufliche Situation erlaubt oder Sie vielleicht einen Urlaubstag haben, darf auch mal ein kindergartenfreier Tag eingelegt werden. Sie werden sehen, wie sehr Ihr Kind sich dann am nächsten Tag wieder auf den Kindergarten freut. Sollte diese Phase länger anhalten, fragen Sie Ihr Kind oder die Erzieherin, ob im Kindergarten etwas vorgefallen ist. Überhaupt ist Offenheit gegenüber der Pädagogin wichtig – dann kann sie Ihr Kind besser verstehen.

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