Schwangerschaft
      Tipps

      Mutterschutz, Karenz und Kinderbetreuungsgeld

      Alles, was Recht ist

      Um frisch gebackenen Eltern die erste Zeit mit dem Neuankömmling zu erleichtern und die Rückkehr in den Beruf zu ermöglichen hat der Gesetzgeber eine Reihe von Regeln festgelegt.  

      Sie sind schwanger und können es kaum erwarten der ganzen Welt davon zu erzählen?

      Laut Gesetz müssten Sie nun auch umgehend Ihren Arbeitgeber informieren. Sie haben aber keinerlei Sanktionen zu erwarten, wenn Sie es vorerst noch für sich behalten. Zu welchem Zeitpunkt Sie Ihren Arbeitgeber darüber informieren, bleibt grundsätzlich Ihnen überlassen. Eine möglichst frühzeitige Bekanntgabe macht insofern Sinn, als mit diesem Zeitpunkt die Schutzbestimmungen des Mutterschutzgesetzes in Kraft treten. Dieses gilt übrigens unabhängig von Staatsbürgerschaft, Alter der Dienstnehmerin, Einkommen, Familienstand oder Arbeitszeit.

      Rundumschutz für Mutter und Kind

      Sobald Sie Ihren Dienstgeber über Ihre Schwangerschaft in Kenntnis gesetzt haben, ist dieser verpflichtet, Meldung beim Arbeitsinspektorat zu machen. Dieses wird prüfen, ob die von Ihnen ausgeführten Tätigkeiten für Sie oder Ihr Baby gesundheitsgefährdend und somit verboten sind. Überstunden, Tätigkeiten mit Unfallgefahr, ausschließliches Stehen, das Heben und Tragen schwerer Lasten sowie Arbeiten an Sonn- und Feiertagen sind ab diesem Zeitpunkt verboten. 8 Wochen vor und nach dem Entbindungstermin dürfen Sie laut Gesetz nicht arbeiten.

      Während dieser Zeit erhalten Sie nach Vorlage einer ärztlichen Bestätigung das so genannte Wochengeld von Ihrer Krankenkasse, das in Tagessätzen berechnet wird und sich nach Ihrem letzten Verdienst richtet. Nach dem Mutterschutz haben Eltern Anspruch auf Karenzzeit und dazugehöriges Karenzgeld. Mittlerweile gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie Sie diese Karenzzeit zwischen sich und Ihrem Partner aufteilen können. Sobald Sie das Kinderbetreuungsangebot in Ihrer Umgebung geprüft haben, vereinbaren Sie mit Ihrem Arbeitgeber, wie Sie sich den beruflichen Wiedereinstieg vorstellen – am besten schriftlich.

      So meistern Sie Ihr berufliches Comeback

      Nach einer intensiven Familienzeit zieht es Sie vermutlich irgendwann wieder zurück in den Beruf. Wenn Sie sich und das Baby gut auf den Wiedereinstieg vorbereiten, werden Sie Familie und Job sicher bestens unter einen Hut bringen. Vielleicht gelingt es Ihnen, beruflich am Ball zu bleiben und zum Beispiel beim Stillen hin und wieder einen Blick in Fachmagazine zu werfen. Viele Frauen erleben es als angenehm, wenn sie auch während der Babypause den Kontakt zu Ihren KollegInnen pflegen. Ausführliche Informationen rund um Beruf und Familie bietet die Arbeiterkammer.

       

      Unser Tipp

      Solange Sie stillen haben Sie laut Mutterschutzgesetz das Recht auf insgesamt eine Stunde oder zweimal eine halbe Stunde Stillzeit pro Tag.

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