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Babys erstes Fläschchen

Säuglingsnahrung ist einfach zuzubereiten. Was Sie darüber hinaus noch beim Anrichten und Füttern des Babyfläschchens beachten sollten, lesen Sie hier.

Stillen ist zweifellos das Beste für ein Baby. Wenn eine Mutter nicht (mehr) stillen kann oder will stehen heute zahlreiche Milchnahrungen zur Verfügung. Sie sind nach neuesten wissenschaftlich gesicherten Erkenntnissen auf den jeweiligen Bedarf des Kindes angepasst. Deshalb eignen sie sich für die Ernährung des Säuglings als beste und sicherste Alternative zur Muttermilch.

Wenn Sie sich dazu entschließen, Ihr Baby teilweise oder ausschließlich mit dem Fläschchen zu ernähren, können Sie es mit genauso viel Liebe und Zärtlichkeit verwöhnen wie beim Stillen

Im Folgenden haben wir für Sie die zehn goldenen Regeln für Fläschen-Nahrung zusammengestellt.

 #1 - Etwas Geduld haben

Geduld ist das Zauberwort beim Wechsel auf Fläschchen-Nahrung. Wenn Babys zunächst das Fläschchen ablehnen, ist das durchaus normal. Ihr Baby muss sich erst auf den neuen Geschmack einstellen und braucht dafür mehrere Versuche.

Unser Tipp

Stellen Sie sich von vornherein darauf ein, dass es Tage oder sogar Wochen dauern kann, bis die neue Nahrung akzeptiert wird. Aber mit Gelassenheit und Ruhe wird das „Projekt Fläschchen“ gelingen. So kann sich die Verdauung ihres Babys auf die neue Ernährungsform einstellen. Die Verdauung Ihres Babys wird sich vermutlich durch die neue Nahrung etwas ändern. In den ersten Monaten können generell Häufigkeit, Konsistenz und Farbe des Stuhls immer wieder variieren. Falls Sie sich diesbezüglich unsicher fühlen, ziehen Sie bitte Ihren Kinderarzt zu Rate.

#2 - Ausspucken ist normal

Ausspucken bedeutet nicht unbedingt, dass die Flaschennahrung abgelehnt wird. Das Trinken mit Sauger ist ganz einfach anders als das Trinken an der Brust, deshalb kann die Nahrung zunächst wieder aus dem Mund herausrinnen. Lassen Sie Ihrem Baby Zeit, um sich an eine Milchmarke zu gewöhnen.

Unser Tipp

Legen Sie idealerweise schon vor dem Füttern ein Spucktuch bereit. Es kann nicht nur Milchreste aus dem Gesicht Ihres Babys entfernen, auch beim späteren Bäuerchen kann es sehr hilfreich sein.

 #3 -Frühkindliche Reflexe anregen

Der natürliche frühkindliche Saugreflex Ihres Babys sollte weiterhin angeregt werden, sodass Ihr  Baby versucht, den Sauger von alleine in den Mund zu nehmen.

Ein vorsichtiges Berühren der Lippen mit dem Sauger stimuliert diesen Reflex. Die Zunge muss dabei unter dem Sauger sein, um die Saug- und Schluckbewegungen möglich zu machen. 

Unser Tipp

Beim Füttern, sollte die Milch zügig, aber nicht zu schnell getrunken werden, sonst könnten Blähungen durch Luftschlucken begünstigt werden.

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 #4 - Gewohnte Umgebung und körperliche Nähe

Ihr Baby benötigt nicht nur ausreichend Zeit für die Gewöhnungsphase, sondern auch eine ruhige und vertraute Umgebung, in der es sich wohlfühlt.

Unser Tipp

Wenn es mit dem Fläschchen nicht gleich klappen will, kann man etwas experimentieren: beim Stillen z.B. in der Wippe liegend und Sie sitzen dem Baby gegenüber und halten das Fläschchen. Damit das Baby nicht ständig an das Stillen erinnert wird, können außerdem jetzt Papa oder Oma zum Einsatz kommen. Ist der Duft von Mamas Milch und Haut nicht vorhanden, dann kann die Hürde oft leichter überwunden werden. Und Papa oder Oma können dann auch einen anderen Ort für das Fläschchengeben wählen. Allerdings sollte die Mutter dann auch nicht in Sichtweite ihres Babys sein.

#5 - Richtigen Sauger/richtiges Trinkgefäß auswählen

Geeignete Fläschchen und Sauger mit passenden Löchern sind sehr wichtig. So wird ein reger Milchfluss – Tröpfchen für Tröpfchen – gewährleistet. Das Baby sollte beim Trinken die gleiche Anstrengung haben wie beim Stillen – es wird ausgeglichener und kann somit über einen längeren Zeitraum sein Saugbedürfnis befriedigen. Das Saugerloch sollte nicht zu klein gewählt werden, da sonst das Baby aufgrund der zu großen Anstrengung beim Trinken einschläft.

Wenn sich Ihr Baby auch nach unzähligen Versuchen noch weigert, aus dem Fläschchen zu trinken, kann dies am Sauger liegen. Versuchen Sie in diesem Fall, die Milchnahrung in anderen Gefäßen, wie z.B. der Trinklerntasse (verschiedene Modelle, z.B. mit und ohne Ventil, mit weichem oder hartem Saugaufsatz usw.) zu servieren. Es gibt auch Babys, die bereits mit 7 Monaten gerne aus Becher oder Tasse trinken.

Unser Tipp

Besonders bei sämiger Milchnahrung (Milchnahrung mit Stärke) ist es wichtig, dass das Saugerloch der Nahrung angepasst ist. Es gibt eine große Auswahl an Saugern: flache kiefergerechte und kirschförmigrunde (die der Mutterbrust ähnlicher sind); Sauger aus Kautschuk oder Silikon; Sauger mit und ohne Ventil. Um zu prüfen, ob der Sauger die richtige Lochgröße hat, halten Sie das Fläschchen schräg nach unten. Die Nahrung darf dann nur „perlenschnurartig“ heraustropfen. Um das Baby auf den Geschmack zu bringen, kann zu Beginn die Milchnahrung auch mit dem Löffel gefüttert werden.

 #6 - Fütterungszeitpunkt gut wählen

Wenn Ihr Baby müde oder hungrig ist oder aufgrund der gewohnten Abläufe weiß, dass es bald gestillt wird, dann wird es an etwas Neuem wenig Interesse haben.

Unser Tipp

Wählen Sie für die Einführung der Flaschennahrung einen günstigen Zeitpunkt. Das Baby sollte weder zu müde noch zu hungrig und neugierig auf das Fläschchen sein. Starten Sie ruhig auch zu einer Zeit während des Tages, zu der normalerweise nicht gestillt wird.

#7 - Mit Muttermilch starten

Um den Übergang von Muttermilch zur Milchnahrung zu erleichtern, kann zunächst auch Muttermilch abgepumpt und ins Fläschchen gefüllt werden. Der Umgang mit dem Sauger muss zwar dennoch gelernt werden – aber wenigstens sind Geschmack und Geruch der Milch bereits bekannt.

Unser Tipp

Füllen Sie eine kleine Menge Muttermilch ins Fläschchen und beginnen Sie, die Muttermilch aus dem Fläschchen zu füttern. Später können Sie auch die Muttermilch mit einer kleinen Menge fertig zubereiteter Milchnahrung mischen. Je besser das Trinken klappt, kann die Menge erhöht werden.

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#8 -Die ideale Temperatur wählen

Viele Babys trinken ihre Nahrung am liebsten, wenn sie die gleiche Temperatur wie die Muttermilch hat, also ca. 37 Grad.

Wenn die Milchnahrung aus dem Fläschchen nicht akzeptiert wird, können Sie experimentieren. Manche Babys trinken lieber bei ca. 21 Grad Zimmertemperatur. Das Fläschchen fühlt sich in diesem Fall ziemlich kühl an.

Unser Tipp

Auch beim Sauger kann die Temperatur eine Rolle spielen. Manche Babys nehmen den Sauger lieber in den Mund, wenn er unter fließendem warmem Wasser vorgewärmt wurde. Wenn Babys von Zahnungsschmerzen geplagt werden, kann auch ein sehr kalter Sauger bevorzugt werden.

 #9 - Fläschchen richtig zubereiten und reinigen

Eine richtige Fläschchen-Zubereitung ist essentiell. Befolgen Sie bitte immer ganz genau die Zubereitungsanleitung. Auch die richtige Dosierung ist sehr wichtig, um eine Über- oder Unterdosierung zu vermeiden bzw. das richtige Verhältnis von Wasser und Pulver einzuhalten.

Unser Tipp

Lassen Sie Trinkmengen und die Anzahl der Mahlzeiten Ihr Baby selbst wählen! Wenn Ihr Baby also z.B. nicht 5 Mahlzeiten mit jeweils 170 ml trinkt, sondern lieber 8 Mahlzeiten mit je 100 ml, so ist das völlig in Ordnung. Die Angaben auf den Packungen sind lediglich Richtwerte für altersgemäße Trinkmengen.

#10 - Auf Frische und Hygiene achten

Flaschennahrung sollte immer frisch zubereitet und sofort gefüttert werden. Denn Milch im Allgemeinen ist ein guter Nährboden für Keime, wodurch das Infektionsrisiko steigt. Bitte unterlassen Sie daher das Vorbereiten, Aufbewahren und Wiederaufwärmen der Nahrung. Auch Nahrungsreste sollten nicht wiederverwendet werden.

Unser Tipp

Bereiten Sie die Milchnahrung immer mit frisch abgekochtem, auf Trinktemperatur abgekühltem Wasser zu. Die richtige Temperatur wählen Sie, indem Sie Nahrung aus dem Fläschchen auf Ihr Handgelenk tropfen lassen. Wenn Sie weder heiß noch kalt spüren, hat das Fläschchen die geeignete Trinktemperatur. Exakter messen Sie mit einem Küchenthermometer. Fläschchen und Zubehör sollten immer gründlich gereinigt werden. Fläschchen und Silikonsauger müssen nicht ständig ausgekocht oder sterilisiert werden, Kautschuksauger hingegen schon, da sie mit der Zeit porös werden und sich dann Bakterien sammeln könnten.

Wichtige Hinweise:

Jede Milch enthält von Natur aus Zucker (Milchzucker). Um die Gesundheit der Zähne Ihres Kindes zu schützen und Zahnschäden (Karies) zu verhindern, soll das Fläschchen nicht als Schnullerersatz dienen.

Stillen ist die beste Ernährung für Ihr Baby und bietet viele Vorteile. So ist es ein guter Schutz gegen Krankheiten und Allergien und fördert die Mutter-Kind-Beziehung. Wir von Aptaclub befürworten dies uneingeschränkt und möchten stillenden Müttern unterstützend zur Seite stehen. Wichtig für den Säugling ist unter anderem eine gesunde und ausgewogenen Ernährung in der Stillzeit. Regelmäßiges Anlegen fördert den Milchfluss. Wenn Sie sich dazu entschließen nicht zu stillen oder Stillen und Säuglingsnahrung zu kombinieren, sollte Ihnen bewusst sein, dass dadurch die Muttermilchmenge abnehmen kann. Die Entscheidung, nicht zu stillen, kann nur schwer rückgängig gemacht werden. Die Verwendung anderer Lebensmittel außer Muttermilch kann, ebenso wie unsachgemäße Verwendung von Säuglingsnahrung, die Gesundheit Ihres Babys gefährden. Bedenken Sie vor der Verwendung von Fläschchennahrung auch soziale und finanzielle Aspekte. Lassen Sie sich bitte auch in Ihrer Klinik, von Ihrem Kinderarzt oder Ihrer Hebamme beraten, wenn es um eine Entscheidung zur Ernährung Ihres Babys geht. Bitte beachten Sie bei der Verwendung von Fläschchennahrung die jeweiligen Hinweise zur Dosierung, Zubereitung und Lagerung auf den Packungen.

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Babykalender

Wir möchten Sie und Ihr Kind auf der spannenden Entwicklungsreise der ersten 12 Monate begleiten. Dazu haben wir entsprechend des Alters Ihres Kindes Informationen zur aktuellen Entwicklungsphase sowie zu den derzeitigen Bedürfnissen zusammengestellt.

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Stillhinweis

Wir befürworten die Empfehlung der WHO (Weltgesundheitsorganisation) uneingeschränkt und sind von den Vorteilen des Stillens für Mutter und Kind überzeugt. Stillen ist die beste Ernährungsweise und zugleich ein guter Schutz gegen Krankheiten und Allergien. Eine ausgewogene Ernährung in der Schwangerschaft und Stillzeit begünstigt das Stillen. Regelmäßiges Anlegen fördert den Milchfluss. Zusätzliche Flaschennahrung kann den Stillerfolg beeinträchtigen. Die Entscheidung, nicht zu stillen, kann nur schwer rückgängig gemacht werden. Bei der Zubereitung von Säuglingsnahrung achten Sie bitte sorgfältig auf die Hinweise auf den Packungen. Die Experten unseres Elternservices beraten stillende Mütter gern. Bitte klicken Sie hier für weiterführende Informationen zum Thema Stillen und Muttermilch.