Wie ein neues Leben entsteht

Mit der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle beginnt eine rasante Entwicklung eines neuen Menschens. Das befruchtete Ei, welches schon alle Erbanlagen beinhaltet, nistet sich in der Gebärmutter ein und beginnt zu wachsen.

Die Natur nimmt ihren Lauf

Wenn Sie die Gewissheit haben, dass Sie ein Baby erwarten, dann sind die Weichen für das neue Leben längst gestellt. Dann ist schon entschieden, ob es ein Junge oder Mädchen wird, ob es blonde oder schwarze Haare hat, ob es zart gebaut oder von robusterer Natur sein wird. Dem elterlichen Einfluss entzogen, setzen sich die Erbanlagen durch, die das Aussehen, den Charakter und die Begabung des Kindes weitgehend bestimmen.

Die Erbanlagen

Sowohl weibliche Eizelle als auch männlicher Samenfaden haben einen ganz besonderen Kern. In diesem Kern befinden sich die winzig kleinen, stäbchenförmigen Träger der Erbanlagen: die Chromosomen. Bei den Menschen sind im Normalfall in den Samen- und Eizellen je 23 Chromosomen, so dass nach der Befruchtung 46 Chromosomen bzw. 23 Chromosomenpaare vorhanden sind.

Diese enthalten eine Vielzahl von Erbmerkmalen, die so genannten Gene. Durch die Vereinigung der Kerne von männlicher Samenzelle und weiblicher Eizelle ergeben sich milliardenfache Kombinationsmöglichkeiten. Deshalb lässt sich auch erklären, weshalb Kinder eines Elternpaares so völlig verschieden aussehen können. Ob Ihr Baby ein Junge oder ein Mädchen, blond oder schwarzhaarig, blau- oder braunäugig sein wird, darüber fällt die Entscheidung in den wenigen Minuten der Befruchtung.

Die Einnistung

In der Gebärmutter angekommen, beginnt das befruchtete Ei bereits nach kurzer Zeit, sich in die Gebärmutterschleimhaut einzunisten. An dieser Stelle entwickelt sich aus einem Teil des Eies im Lauf der nächsten Wochen die Plazenta, auch Mutterkuchen oder Nachgeburt genannt. Sie ist das vermittelnde Organ zwischen mütterlichem und kindlichem Blutkreislauf.

Ihre Aufgabe ist es einerseits, das Ungeborene mit Sauerstoff und Nährstoffen aus dem Blut der Mutter zu versorgen, und andererseits, Abbauprodukte aus dem Stoffwechsel des Ungeborenen an die Mutter abzugeben. Die Einnistung wird als der eigentliche Beginn der Schwangerschaft bezeichnet. Die erfolgreich eingenistete Fruchtanlage produziert wachsende Mengen von Schwangerschaftshormonen, die erwartete Regelblutung bleibt aus. Die Ärzte berechnen den voraussichtlichen Geburtstermin unter Berücksichtigung der Schwangerschaftsdauer von 40 Wochen mit dem Beginn der letzten Regelblutung.

Detaillierte Informationen zur Schwangerschaft entnehmen Sie in unserem Schwangerschaftskalender

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