Die natürliche Geburt

Der Ablauf einer normalen Geburt ist immer derselbe. Man unterscheidet drei Phasen: die Eröffnung, die Austreibung und die Nachgeburtsphase. Besonders der erste Abschnitt erfordert viel Geduld. Abhängig vom Geburtsverlauf gibt es eine Reihe von Möglichkeiten zur Schmerzlinderung und Erleichterung der Geburt.

Die Eröffnung

In der Eröffnungsphase führt die Wehentätigkeit zur Öffnung des Muttermundes, dabei tritt das Köpfchen langsam tiefer in das Becken ein. Das dauert bei der ersten Geburt ungefähr 8 bis 10 Stunden, kann aber auch kürzer oder länger sein. Gegen Ende der Eröffnungsphase zieht sich die Gebärmutter immer stärker zusammen. Der Kopf des Kindes dreht sich. Kommen die Wehen in regelmäßigen Abständen von 10 bis 15 Minuten ist es Zeit in die Klinik zu fahren.

Kontraktionen (Zusammenziehungen), die anfangs ungefähr 15 bis 20 Sekunden gedauert haben, halten jetzt etwa 40 bis 50 Sekunden an und kommen etwa alle 2, 3 oder 4 Minuten.

Die einzelnen Wehen steigern sich und klingen dann wieder ab. Mit der in der Schwangerschaftsgymnastik erlernten Atemtechnik (der Bauchatmung) können Sie den Kontraktionsschmerz gut beherrschen. In den schmerzfreien Wehenpausen kann man sich erholen und Kräfte sammeln für die nächste Wehe.

Die Wehen können in diesem Stadium je nach Veranlagung als sehr schmerzhaft empfunden werden. Viele Frauen verlangen im Verlauf der Eröffnungsphase nach einer Schmerzerleichterung. Gegen Ende der Eröffnungsphase kommt es gewöhnlich zum Blasensprung.

Die enorme Dehnung des Gebärmutterhalses von ursprünglich nur wenigen Millimetern Durchmesser auf 10 Zentimeter ist jetzt fast geschafft. Der erste und längste Teil der Geburt nähert sich jetzt seinem Ende. Durch aktive Mitarbeit in Form der gelernten Atemtechnik wird dieser Abschnitt aber viel besser „verarbeitet“ als durch „passives Erdulden“.

Austreibung

Wenn der Muttermund vollständig geöffnet ist beginnt die Austreibungsphase. Die meisten Frauen empfinden einen starken Drang, während dieser Kontraktion mitzupressen. Diese Mitarbeit wird oft als Erleichterung empfunden und verkürzt die Pressperiode, welche bei der Geburt des ersten Kindes ungefähr 15 bis 20 Minuten dauert. Wenn notwendig, legt die Hebamme zu diesem Zeitpunkt den Dammschnitt an. Bei der zweiten oder dritten Geburt ist der Kopf des Kindes oft schon mit wenigen Presswehen geboren. Wenn dann auch die Schultern da sind, gleitet der Körper des Kindes von selbst heraus.

Nachgeburt

In der Nachgeburtsphase, in der die Mutter sich bereits mit ihrem Baby beschäftigt, erfolgt die „Geburt“ des Mutterkuchens (Plazenta). Erst damit ist die Geburt beendet.
So wird die Geburt heute leichter Geburtserleichterung ist heute kein reines Schlagwort mehr, sondern eine Realität, die Ihnen in jeder Phase der Geburt die gewünschte Schmerzlinderung, eventuell sogar Schmerzausschaltung verschaffen kann. Abhängig vom Geburtsverlauf gibt es eine ganze Reihe von Möglichkeiten, die verspürten Schmerzen zu lindern. Sie sollten sich bei Ihrem Frauenarzt oder in der Entbindungsklinik schon vorher über jeweils praktizierte und normalerweise durchgeführte Maßnahmen zur Geburtserleichterung erkundigen, um darauf vorbereitet zu sein.

Geburtserleichterung bedeutet auch eine optimale Vorbereitung mit Hilfe von speziellen Kursen, um körperlich (vor allem atemtechnisch) und seelisch „fit“ zu sein für die Ankunft des Kindes. Es gibt viele Frauen, die alle Schmerzmittel ablehnen, weil sie die Geburt ihres Kindes bei vollem Bewusstsein und aktiv miterleben wollen.

Schmerzlinderung

Jede Geburt verläuft anders und jede Frau empfindet individuell. Melden Sie Ihre Bedürfnisse rechtzeitig an - es wäre falsch, den „Helden“ spielen zu wollen, nur weil man anfangs die angebotenen Schmerzmittel im Sinne einer natürlichen Geburt abgelehnt hat und dann doch in eine Situation kommt, die ganz ohne Medikament schlecht zu beherrschen ist.

Die medikamentöse Schmerzlinderung und -ausschaltung ist soweit fortgeschritten, dass sie auch für das Ungeborene keine Gefahr mehr darstellt. Es gibt Schmerzmittel, die die Wahrnehmungsfähigkeit dämpfen und müde machen. Andere Formen der Schmerzausschaltung, wie die Epiduralanästhesie (auch Periduralanästhesie), bewirken jedoch keine Beeinträchtigung des Bewusstseins, daher besteht eigentlich kein Grund, sich bei Bedarf die passende Form der Schmerzerleichterung nicht anbieten zu lassen.

Über die möglichen Formen einer Geburtserleichterung berät Sie Ihr Frauenarzt gerne.

Aptamil zum Löffeln

Der Aptamil Milchbrei Grieß ist reich an Eisen und ideal für die Beikosteinführung nach dem 4. Monat geeignet.
Produkt anzeigen