Körper- & Schönheitspflege

Die schwangerschaftsbedingte Hormonumstellung bewirkt Veränderungen in Ihrem Organismus, die nicht nur für Sie spürbar, sondern ganz im Allgemeinen sichtbar werden: Das Gesicht kann voller, der Hals etwas dicker, die Haare stumpfer und fetter, die Haut trockener und empfindlich werden.

Auch Brust und Bauch verändern sich und es können Schwangerschaftsstreifen auftreten. Mit gezielter Körperpflege bekommen Sie einiger dieser unerwünschten Nebenwirkungen sicher in den Griff.

Spezielle Hautpflege

Die Pflege der sich mit wachsendem Leibesumfang immer stärker dehnenden Bauchhaut ist ein ganz besonderes Kapitel. Unter Hormoneinfluss kann es an den stark strapazierten Hautpartien der Brust und des Bauches (aber auch an Hüften und Oberschenkeln) zu unschönen Dehnungsstreifen, den so genannten Schwangerschaftsstreifen, kommen. Sie zeigen sich zuerst als bläulich-rote Risse, die nach der Schwangerschaft verblassen und manchmal „als bleibendes Andenken“ perlmuttfarbene Narben hinterlassen, die sich auch unter Sonneneinwirkung nicht färben.

Um es ganz klar auszusprechen: Eine hundertprozentige Vorbeugung gegen die Schwangerschaftsstreifen gibt es nicht. Sie können aber auf jeden Fall versuchen, der Bildung von Schwangerschaftsstreifen entgegenzuwirken. Neben einer vernünftigen Gewichtszunahme im zulässigen Rahmen ist dies vor allem das Einmassieren von Spezialpräparaten in die gefährdeten Hautpartien. Durch regelmäßiges sanftes Einmassieren einer Schwangerschaftscreme in die Bauch-, Hüft- und Oberschenkelpartien bleiben diese geschmeidig und elastisch.

Beginnen Sie möglichst frühzeitig, auf alle Fälle aber ab dem 4. Monat, mit den Massagen. Nehmen Sie sich zweimal täglich fünf Minuten Zeit, um die entsprechenden Hautpartien sorgfältig zu pflegen. Am Bauch sollten Sie die Schwangerschaftscreme mit den Fingerspitzen in kreisförmigen Bewegungen sanft einmassieren. Hüften, Gesäß und Oberschenkel können Sie ruhig kräftig durchmassieren, immer von unten nach oben. Auch nach der Schwangerschaft soll die tägliche Massage noch einige Zeit fortgesetzt werden.

Gesichtspflege

Kosmetisch gesehen lässt sich der Zustand der Gesichtshaut in der Schwangerschaft oft nicht einordnen. Auf bisher reiner Haut sprießen plötzlich Pickel, Akne kann sich bessern, trockene Haut kann fettig werden und umgekehrt. Sie sollten sich deshalb keine grauen Haare wachsen lassen, sondern bei der Kosmetikerin, in der Drogerie oder in der Apotheke Rat holen und eventuell entsprechende Präparate besorgen. Nach der Entbindung verschwinden diese Probleme von selbst wieder.

Auch das Dunklerwerden von Pigmentflecken und Muttermalen oder das erstmalige Auftreten bräunlich gefärbter Flecken im Gesicht - vor allem auf der Stirn - ist schwangerschaftsbedingt und verschwindet einige Zeit nach der Geburt. Vorbeugend sollte man intensive Sonnenbestrahlung meiden und bei Sonnenbädern im Halbschatten oder bei Spaziergängen einen Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor auftragen.

Brustpflege

Ein wichtiger Beitrag zur Brustpflege ist das Tragen eines Schwangerschafts-BHs, der breite Träger hat, gut sitzt, nicht einschneidet und vor allem „mitwächst“. Auch Frauen, die sonst keinen BH tragen, sollten in der Schwangerschaft die immer größer werdende Brust mit einem Büstenhalter stützen.

Duschen und Baden

Duschen und Baden dürfen Sie wie bisher gewohnt – Sie sollten nur darauf achten, dass Bäder nicht zu lange dauern und das Badewasser die richtige Temperatur hat (36 –37 °C). Eine rutschsichere Wanneneinlage und eine unverschlossene Badezimmertür – Sie könnten ja schnell einmal Hilfe benötigen – erhöhen Ihre Sicherheit. Die Badewanne sollte sehr sauber sein, damit Sie nicht mit Krankheitserregern in Berührung kommen. Aus diesem Grund empfehlen auch viele Ärzte eher das Duschen. Warmes Duschen entspannt ebenso wie ein warmes Bad; kaltes und warmes Wechselduschen erfrischt und belebt, wenn Sie sich abgespannt fühlen.

Es kann sein, dass Sie Ihre gewohnten Badezusätze „nicht mehr riechen können” (so kann es Ihnen auch mit Ihrem Lieblingsparfüm ergehen), oder dass Sie mildere Präparate benötigen, weil die Haut nach dem Baden spannt und gereizt ist. Trockene und – als Folge davon – juckende Haut macht vielen werdenden Müttern Kummer. Hier hilft nur das Umsteigen auf milde, vielleicht sogar allergiegetestete Präparate und das regelmäßige Eincremen oder Einölen der Körperhaut nach dem Baden, Duschen oder Waschen. Wenn das Hautjucken auch dann nicht besser wird, sollten Sie mit Ihrem Arzt darüber sprechen.

Hygiene wird jetzt großgeschrieben

Ein gutes Deodorant ist eigentlich selbstverständlich - in der Schwangerschaft ist es unerlässlich, weil die Schweißdrüsen vermehrt arbeiten. Auch tägliches Wechseln der Wäsche gehört zu den hygienischen Selbstverständlichkeiten. In der Schwangerschaft sollte man darüber hinaus noch beachten, dass die Unterwäsche besonders atmungsaktiv und hautfreundlich ist und sich kochen lässt.

Vermehrter Scheidenausfluss kann durchaus normal sein; machen Sie aber dennoch Ihren Arzt darauf aufmerksam. Auf keinen Fall sollten Sie in Eigeninitiative Scheidenspülungen oder Vaginalduschen vornehmen. Wenn kein krankhafter Befund vorliegt, genügt zweimal täglich das Waschen mit Wasser und milder Seife und anschließendes Wechseln des Höschens.

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