Vitamine, Mineralstoffe & Spurenelemente

Vom Großteil der Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente wird während der Schwangerschaft mehr benötigt als normalerweise. Speziell abgestimmte Präparate können helfen, den Mehrbedarf in der Schwangerschaft zu erfüllen. Folgende Nährstoffe sind für die Ernährung in der Schwangerschaft besonders wichtig:

Folsäure

Folsäure ist ein wichtiges Vitamin für Zellteilung und Zellneubildung und somit für den Aufbau von Gewebe. Von Anfang der Schwangerschaft an wird daher eine 50% höhere Zufuhr an Folsäure empfohlen (600 µg im Vergleich zu 400 µg für Nicht-Schwangere). Eine zu niedrige Versorgung – insbesondere in den ersten Schwangerschaftswochen – kann zu Schäden oder Fehlbildungen („Neuralrohrdefekt“) beim Baby führen.

Gute Quellen für Folsäure:

  • Gemüse, insbesondere in Blattgemüse (Spinat, Salat), Brokkoli, Fenchel und Kraut
  • Hülsenfrüchte (Linsen, Bohnen, Erbsen, Kichererbsen),
  • Vollkornprodukte
  • Obst (Erdbeeren, Himbeeren, Orangen, Bananen)
  • Nüsse
  • Milchprodukte

Eisen

Der Bedarf an Eisen als Teil der Ernährung in der Schwangerschaft ist doppelt so hoch wie für Nicht-Schwangere (30 mg im Vergleich zu 15 mg)! Eisen dient hauptsächlich dem Sauerstofftransport bzw. der Sauerstoffversorgung. Da Eisen aus tierischen Lebensmitteln wesentlich besser aufgenommen werden kann als aus pflanzlichen, sind fettarmes Fleisch und magere Schinkensorten wichtiger Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung in der Schwangerschaft.

Aptamil Tipp:

Die Eisen-Aufnahme aus pflanzlichen Lebensmitteln (z.B. Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte) kann verbessert werden, wenn gleichzeitig Vitamin C zugeführt wird. Das bedeutet, dass zum Beispiel zum Frühstück zu einem Vollkorn-Müesli oder Vollkornbrot am besten ein Glas Orangensaft getrunken werden soll.

Jod

Die Entwicklung des zentralen Nervensystems sowie Knochenwachstum und -reifung des Babys sind von einer ausreichenden Jodversorgung abhängig. In Österreich wird hauptsächlich jodiertes Speisesalz angeboten und zur Herstellung von Produkten verwendet. Der wesentliche Teil des Jodbedarfs wird dadurch gedeckt. Fisch, wie z. B. Kabeljau oder Seelachs, ist dann ein besonders wichtiger Lieferant für Jod.
Fisch ist nebenbei ein wichtiger Lieferant für besondere Fettstoffe, die man langkettige, mehrfach ungesättigte Fettsäuren nennt. Diesen Fettsäuren wird seit einiger Zeit von der Wissenschaft vor allem in den letzten Schwangerschaftsmonaten besondere Bedeutung zugeschrieben. Sie sind wichtig für die Entwicklung des Gehirns, des Nervensystems und des Sehvermögens des Babys.

Kalzium

Der Mineralstoff Kalzium ist wichtig für den Aufbau des kindlichen Knochensystems. Für die Ernährung in der Schwangerschaft wird zwar nicht mehr an Kalzium benötigt, Untersuchungen haben aber gezeigt, dass bereits „normalerweise“ oft zu wenig Kalzium aufgenommen wird. Die Kalziumquelle schlechthin stellen fettarme Milch und Milchprodukte dar. Hierbei sollten überwiegend fettarme Milch und Milchprodukte verzehrt werden. Einen Beitrag zur Kalziumversorgung können auch kalziumreiche Mineralwasser-Sorten leisten.

Bei allen guten Vorsätzen: in der Praxis ist es aus bestimmten Gründen, wie z.B. wegen Übelkeit oder fehlender Gelüste, nicht immer leicht, den besonderen Ernährungsanforderungen in der Schwangerschaft gerecht zu werden. Häufig wird daher auch von den Ärzten ein Multivitamin- bzw. ein Mineralstoffpräparat speziell für Schwangere empfohlen.
 

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