Auf Alkohol, Nikotin oder sonstige Genussmittel sollten Sie gänzlich verzichten. Wenn Sie Raucherin sind, dann sollten Sie sich vergegenwärtigen, dass Ihr Ungeborenes an jeder Zigarette „mitrauchen“ muss.
Die Plazenta (Mutterkuchen), die Ihr Baby ernährt und in vielen Fällen Schutzschild vor Krankheiten ist, lässt Nikotin ungehindert passieren. Nikotin schädigt die Gefäße in der Plazenta und beeinträchtigt damit die Blutversorgung des Kindes. Starke Raucherinnen neigen häufiger zu Früh- und Fehlgeburten als Nichtraucherinnen; ihre Babys sind auch meist leichter. Auch wer nur einige Zigaretten am Tag raucht, sollte möglichst ganz damit aufhören. Jede Zigarette weniger ist gut für das Baby.
Kaffee und schwarzer Tee sollten aufgrund ihres hohen Gehalts an Koffein in Maßen getrunken werden (Beschränkung auf max. 3 mittlegroße Tassen am Tag). Der Schwarzteekonsum sollte darüber hinaus wegen des beachtlichen Gehaltes an Stoffen, die die Eisenaufnahme verhindern, während der Ernährung in der Schwangerschaft möglichst gering gehalten werden.
Verzichten Sie auf Innereien (z. B. Leber) weil diese unter Umständen vermehrt mit Schadstoffen belastet sind. Weiters enthalten Innereien viel Vitamin A, das bei einer Überdosierung während der Schwangerschaft zu Wachstumsstörungen, Hautveränderungen, Leber- und Augenschäden beim Baby führen kann.
Rohe Lebensmittel können Toxoplasmoserreger und Listerien übertragen. Gefährlich sind diese deshalb, weil sie das ungeborene Kind schädigen können.
Gegenüber der Normalbevölkerung haben Schwangere ein erhöhtes Risiko, dass Sie eine Infektion bekommen: hormonelle Veränderungen während der Schwangerschaft schwächen die Immunabwehr und machen Schwangere leider empfänglicher für Infektionen.
Die Symptome sind sowohl bei Toxoplasmose als auch Listeriose sehr „allgemein“, sie können leicht mit denen eines grippalen Infektes verwechselt werden: Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit, Müdigkeit, ev. Hauterscheinungen oder Fieber.
Durch eine Blutuntersuchung im Rahmen der ersten Mutter-Kind-Passuntersuchung wird untersucht, ob die Schwangere (oft unbemerkt) bereits Toxoplasmose hatte. Dies wird auch im Mutter-Kind-Pass vermerkt. Meist bekommt man Toxoplasmose zwar kein zweites Mal, Listeriose hingegen kann man leider immer wieder bekommen.
Rohe oder halbgegarte Eier (Tiramisu, Majonäse, weiches Frühstücksei, Spiegelei), rohes oder nicht völlig durchgegartes Fleisch (Steaks, Tartar), Rohschinken (z. B. Prosciutto) und Rohmilchprodukte (bestimmte Käsesorten) und roher Fisch (Sushi) sollten daher nicht Teil der Ernährung in der Schwangerschaft sein. Pflanzliche Lebensmittel, die vor dem Verzehr nicht erhitzt werden (vor allem Obst, Gemüse, Salat), sollten gründlich gewaschen werden.
Eine genaue und aktuelle Lebensmitteltabelle für Schwangere liefert der Infodienst für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (AID) und ist unter folgendem Link zu finden:
http://waswiressen.de/download/wwe_schwangere_lebensmittel.pdf
Da der Toxoplasmoseerreger außerdem durch Katzen bzw. deren Kot übertragen wird, sollten Schwangere zudem engen Kontakt mit Katzen meiden. Für die Reinigung des Katzenklos als auch für Gartenarbeit (Erde) wird das Tragen von Handschuhen empfohlen.
Listeriosekeime werden oft durch unsachgemäße Herstellung, Lagerung oder Aufbewahrung übertragen werden und sich vermehren.
Neben der Vermeidung von bestimmten Lebensmitteln sind daher die Einhaltung allgemeiner Hygieneregeln die wirksamste Methode, um sich vor einer Infektion zu schützen: