Verdauung und Harndrang

Verstopfung und Verdauungsbeschwerden

Darmträgheit ist in der Schwangerschaft ein weit verbreitetes Übel. Auch daran ist wiederum die hormonelle Umstellung mitbeteiligt. Sehr wichtig ist daher, dass Sie für regelmäßigen Stuhlgang sorgen. Nehmen Sie aber nie eigenmächtig Abführmittel – sie können vorzeitige Wehen verursachen!

Viele Frauen haben ihr persönliches „Geheimrezept“, sei es ein Glas lauwarmes Wasser, morgens auf nüchternen Magen getrunken, sei es ein bestimmter Obstsaft oder über Nacht eingeweichte Dörrzwetschken. Abgesehen von diesen Geheimrezepten ist es aber für eine ausgeglichene Verdauung grundsätzlich wichtig, viel zu trinken, sich ballaststoffreich zu ernähren und sich ausreichend zu bewegen.

Besonders reich an Ballaststoffen sind Gemüse, Obst und Vollkornprodukte wie Vollkornbrot, Vollkornnudeln, Naturreis und Müesli. Wenn Sie bisher noch nicht so viele Vollkornprodukte gegessen haben, sollten Sie die Menge an Vollkornprodukten langsam steigern (z.B. zunächst bei den gewohnten Zwischenmahlzeiten Vollkornbrot essen, Ersatz der „herkömmlichen“ Reis- und Nudelmahlzeiten mit Vollkornprodukten erst nach und nach).

Durch ein plötzliches Zuviel an Ballaststoffen könnte Ihr Körper sonst eventuell mit Blähungen reagieren. Auch die Verwendung von Weizen- oder Haferkleie, z.B. eingerührt in ein Jogurt, wirkt verdauungsfördernd.
 

Harndrang

Es ist normal, wenn Sie in der Früh- und Spätschwangerschaft oft zur Toilette müssen, weil Sie starken Harndrang verspüren.

Die Hormonumstellung, die wachsende Gebärmutter und die Größe des Kindes sind der Grund, der häufig auch Ihre Nachtruhe stört.

Suchen Sie sofort Ihren Arzt auf, wenn Sie Schmerzen oder Brennen beim Wasserlassen spüren, Frösteln, Fieber oder gar Schmerzen in der Lendengegend auftreten.
 

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