Übelkeit und Sodbrennen

Übelkeit in der Schwangerschaft

Wenn Ihnen morgens nach dem Aufstehen (aber auch manchmal abends oder tagsüber) übel ist, dann kommt das von der schwangerschaftsbedingten Hormonumstellung in Ihrem Organismus. Dieser Zustand kann zwar sehr unangenehm sein, ist aber völlig normal.

Die morgendliche Übelkeit in der Schwangerschaft lässt sich eventuell durch folgende Vorgangsweise beeinflussen: Stellen Sie sich schon abends eine Thermosflasche mit Tee, am besten Melissentee oder ein Getränk Ihrer Wahl (aber möglichst keinen Kaffee!)  gemeinsam mit Keksen, Zwieback oder einer Banane an Ihr Bett. Frühstücken Sie im Liegen und bleiben Sie noch eine halbe Stunde im Bett. Das kann in manchen Fällen den rebellischen Magen beruhigen.

Wenn Ihnen die Übelkeit sehr zu schaffen macht und Sie öfter als dreimal am Tag erbrechen müssen, dann sollten Sie Ihren Arzt informieren. Er wird Ihnen ein Medikament verschreiben, das Ihnen hilft und für das Baby völlig ungefährlich ist.

Auf eigene Faust sollten Sie auf gar keinen Fall irgendwelche Medikamente einnehmen.

Während der ersten drei Monate der Schwangerschaft, in denen sich die Organe des Babys und die Gliedmaßen entwickeln, ist die Gefahr einer Schädigung durch unkontrolliert eingenommene Arzneimittel besonders groß.
 

Sodbrennen

Gegen Mitte und Ende der Schwangerschaft klagen viele Frauen über Sodbrennen, vor allem nach reichhaltigen Speisen. Der Schmerz ist darauf zurückzuführen, dass saurer Mageninhalt in die Speiseröhre zurückfließt. Der Schließmuskel am Mageneingang wird im Lauf der Schwangerschaft vorübergehend schlaffer, außerdem drückt die wachsende Gebärmutter den Magen hoch.

Das Sodbrennen meldet sich vor allem im Liegen, also auch nachts. Durch Hochlagern des Oberkörpers oder längeres Aufsitzen können die Beschwerden gemildert werden. In schweren Fällen wird der Arzt Abhilfe schaffen. Mit der Entbindung verschwindet das Sodbrennen.

Vorbeugend sollte man in den letzten Schwangerschaftsmonaten darauf achten, dass die Mahlzeiten nicht zu groß, nicht zu fett und nur mäßig gewürzt sind. Fünf bis sechs kleine Mahlzeiten, über den Tag verteilt, sind gesünder und werden besser vertragen. 1-2 Tassen Kaffee pro Tag sind in der Schwangerschaft erlaubt. Bei Sodbrennen sollten Sie besser ganz darauf verzichten.

 

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