Häufig geht ausgiebiges Spielen auch mit herumliegenden Spielsachen und einem unordentlichen Kinderzimmer einher. Ihr Kind wird unabhängiger und es wird Zeit Verantwortung zu übernehmen. Bringen Sie Ihrem Kind bei, was Aufräumen bedeutet und zeigen Sie ihm, wie es funktioniert.
Ihr Kind verwendet Spielsachen und lässt diese danach einfach liegen? Dieses Verhalten ist nicht nur Teil des Spiels, sondern dient auch dazu, sich auszuleben, vor allem Kinder ab 2 Jahren haben den Drang selbst Dinge zu entscheiden. Bevor das Aufräumen gelernt werden kann herrscht Chaos.
Ein Kleinkind versteht nicht, warum aufgeräumt werden soll. Es erkennt es erst wenn es seine heißgeliebten Spielsachen nicht mehr finden kann. Kinder im dritten Lebensjahr machen gern Dinge, die auch ihre Eltern tun. Diese Tatsache kann man sich auch beim Aufräumen des Kinderzimmers zu Nutze machen. Auch für den Kindergarten ist es wichtig zu verstehen, dass die Spielsachen nach dem Gebrauch aufgeräumt werden müssen.
Durch dauerhafter Unordnung kann Ihr Kind Schwierigkeiten haben sich einzugliedern. Aufräumen hilft nicht nur Dinge leichter zu finden, Ihr Kind lernt auch die Grundlagen von Gleichgewicht, was wichtig für Aktivitäten in der Gruppe ist. Lernt es in der Kindheit die Prinzipe der Ordnung und des Sauberhaltens, so fällt es ihm auch später leichter sich daran zu halten. Aufräumen kann auch eine beruhigende Wirkung haben und sollte keine Strafe sein. Es hilft auch, die Gedanken zu sortieren.
Fangen Sie mit den großen Gegenständen an, stapeln sie diese, legen Sie kleinere Spielsachen in Kisten. Erklären Sie Ihrem Kind wie es geht und zeigen Sie es vor. So lernt Ihr Kind, Dinge zu kategorisieren. Dies fördert auch die Denkweise die für spätere Mathematikbeispiele gefordert ist.
Erklären Sie Ihrem Kind die Bedeutung der Aussortierung (zum Beispiel, um Platz für anderes Spielzeug zu machen). Machen Sie es zusammen. Entscheiden Sie zusammen, was Ihr Kind nicht mehr will oder braucht. Vielleicht hängt es sehr an dem kaputten Auto. Zwingen Sie Ihr Kind nicht etwas wegzuwerfen.
Lassen Sie es das Spielzeug auf sein eigne Art entdecken. Das heißt nicht, dass das Spielzeug im ganzen Haus herumliegen darf. Unterbrechen Sie das Spielen Ihres Kindes nicht abrupt sondern geben Sie ihm Zeit es zu beenden, und danach die Spielsachen aufzuräumen. Mit manchen Spielsachen spielt es sich vielleicht viel besser im Wohnzimmer. Stellen Sie eine Kiste oder einen Korb bereit, in dem Ihr Kind alles was es nicht mehr benötigt, verstauen kann. Später können diese Spielsachen wieder im Kinderzimmer an den richtigen Platz gestellt werden.
Oft ist es ineffizient, wenn Kinder alleine aufräumen. Helfen Sie etwas mit, so können Sie sicher gehen, dass alles auf seinen Platz kommt. Stellen Sie sicher, dass alle Möbel im Kinderzimmer einfach zu öffnen und in Reichweite sind. Fragen Sie Ihr Kind nach seiner Meinung und respektieren Sie seine Ideen. Hat es lieber seine Kuscheltiere im obersten Regal so lassen Sie es dort einräumen. Aufräumen soll Spaß machen.
Loben Sie Ihr Kind nachdem es aufgeräumt hat und sehen Sie über kleine Fehlgriffe hinweg. Es kann schon passieren, dass ein paar der Spielzeuge im falschen Fach enden.
Spielen Sie zum Aufräumen immer bestimmte, gleiche Musik, so wird das Aufräumen zu einem Ritual und geht etwas leichter von der Hand.