Becher statt Fläschchen

Um den ersten Geburtstag ist Ihr Kind so weit, das Trinken aus dem Becher zu erlernen. Der Wechsel vom Fläschchen zum Becher ist ein Meilenstein in der Entwicklung Ihres Kindes. Auch für den späteren Kindergartenstart ist es wichtig, allmählich das Trinken aus dem Glas oder Becher zu erlernen.

Ärzte empfehlen den Wechsel auf den Becher um Kiefer und Zähne zu schonen. Längeres Saugen aus der Flasche kann die Zahnstellung negativ beeinflussen, zuckerhaltige Getränke schaden aufgrund des Dauerkontakts mit den Zähnen dem Zahnschmelz.

Beim Umstieg von der Brust oder dem Fläschchen auf den Becher muss Ihr Kind eine andere Art des Trinkens erlernen. Musste es bisher saugen oder mit Hilfe von Zunge und Gaumen arbeiten, fließt beim Becher das Getränk in den Mund und der Trink- und Schluckvorgang ist daher etwas anders. Lassen Sie ihm daher Zeit.

Wenn Sie die Einführung des Bechers starten, verwenden Sie dafür die „gewohnte“ Milch. So ist der Geschmack vertraut und der Umstieg auf das neue Trinkgefäß fällt leichter. 

Beim Umstieg ist es hilfreich und erspart viel Wäsche, mit einer geschlossen Trinklerntasse mit weichem Schnabel zu beginnen. Wechseln Sie dann auf einen härteren Schnabel und schließlich lassen Sie den Deckel ganz weg.

Anfangs wird Ihr Kind nicht viel aus dem Becher trinken können. So ist es ratsam, die Mahlzeit nach dem Versuch mit dem Becher durch Stillen oder mit einem Fläschchen zu beenden – solange bis es etwa 120 ml bei einer Mahlzeit aus dem Becher trinkt.

Gehört das Fläschchen für Ihr Kind zum Einschlafritual ermutigen Sie es, seine Bindung auf andere Gegenstände, wie z.B. ein Kuscheltier, zu übertragen.


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