Aktuelle Tipps zur Ernährung Ihres Kindes

Rund um den ersten Geburtstag beginnt Ihr Kind langsam, sich für das zu interessieren, was die „Großen“ essen. Kinder sind jedoch beim Essen keine Erwachsenen im Kleinformat. Abgesehen davon, dass sie noch nicht alle Zähne haben, brauchen sie von einigen Nährstoffen (bezogen auf das Körpergewicht) um bis zu 6 x mehr als Erwachsene. Gab es bisher keine wissenschaftlichen Vorgaben für die Ernährung von 1- bis 3-Jährigen, haben führende österreichische Kinderärzte nun erstmals konkrete Empfehlungen* für diese „vergessenen Jahre“ formuliert. Um Ihnen den Essalltag mit Ihrem Kleinkind zu erleichtern, haben wir diese in praxistaugliche Tipps übersetzt.

10 Tipps auf Basis der aktuellen Expertenempfehlung

Besser etwas Fleisch als viel Wurst

Wurst ist bei Kindern sehr beliebt. Damit es nicht zu viel wird gelten als Faustregeln: Mageres Fleisch (inkl. Schinken und Krakauer) ist der Wurst vorzuziehen; an „Fleisch-Tagen“ gibt es keine Wurst. Stattdessen milden Käse oder vegetarische Aufstriche. Pro Woche sollten 1-Jährige insgesamt ca. 200 g, 2- bis 3-Jährige maximal 250 g Fleisch und Wurst verteilt auf 3 Mahlzeiten essen. Wer sein Kind vegetarisch ernähren möchte, muss das für die Gehirnreifung nötige Eisen im Auge behalten. Eisenreich sind z. B. Hafervollkorn, Hirse, Amaranth, Quinoa – für süße und pikante Speisen. Speziell eisenangereicherte Kindermilch kann Lücken bei der Eisenversorgung schließen.

Fisch – je früher desto besser

In Fisch stecken knochenstärkendes Vitamin D sowie die für die Gehirnentwicklung wichtigen Omega-3-Fettsäuren. 1 - 2 x wöchentlich Fisch (fettarm zubereitet) ist daher ideal. Viele Kinder mögen keinen Fisch, doch das lässt sich ändern. Servieren Sie anfangs eher geschmacksneutrale Fische wie Polardorsch und mischen Sie den Fisch unter Gemüsereis oder Nudelsaucen. Eine andere Idee: Verkneten Sie zerpflücktes Fischfilet mit Eiern und Bröseln und formen Sie daraus kleine Laibchen, die in wenig Rapsöl gebraten werden. Mit der Zeit kommt so sicher auch Ihr Kind auf den Geschmack des Meeres.

Kindermilch – Eiweißgehalt kindgerecht reduziert

Milchprodukte sind für Kinder besonders wichtig, um den Knochen für spätere Jahre zu härten. 300-330 ml Milch pro Tag werden von Experten der Kleinkindernährung empfohlen. Studien zeigen, dass schon Kleinkinder zu viel Eiweiß essen, wobei der Großteil in diesem Alter aus Kuhmilchprodukten stammt. Dieser Eiweißüberschuss kann mitverantwortlich für die Entstehung von Übergewicht sein. Wird Ihr Kind nicht mehr gestillt, stellt daher zumindest bis zum 2. Geburtstag eiweißreduzierte Kindermilch eine Möglichkeit dar, die Eiweißzufuhr im empfohlenen Rahmen zu halten (siehe hintere Umschlagseite).

Bunt ist gesund

Das Vitamin Folsäure hat gerade für Kinder besondere Bedeutung, ist es doch für sämtliche Wachstumsprozesse unentbehrlich. Besonders reich an der sehr hitzeempfindlichen Folsäure ist Gemüse. Hier vor allem Erbsen, Fenchel, Karfiol, Brokkoli, Spinat, die am besten schonend gegart und frisch zubereitet auf den Teller kommen. Zählt Ihr Sprössling zu den Gemüsemuffeln, pürieren Sie Gemüse oder verstecken Sie es anfangs in Saucen. Auch Vollkornprodukte (z. B. Haferbrei aus Vollkornflocken, Vollkornkekse), punkten mit dem Wachstumsvitamin Folsäure.

Nüsse und Samen schließen Nährstofflücken

Bei heiklen oder „schlechten“ Essern kann es durch einseitige Ernährung schon bald zu Nährstofflücken kommen. Schließen Sie diese, indem Sie z. B. geriebene Nüsse oder Samen (Walnüsse, Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne) bzw. Weizenkeime, in den Frühstücksbrei, ins Obstmus oder ins Joghurt rühren. Besonders beliebt ist auch: Geriebene Walnüsse in den Palatschinken- oder Kuchenteig einarbeiten. Die Pflanzensamen enthalten jede Menge wertvolles Eisen, Folsäure und lebensnotwendige Fettsäuren. Wichtiger Hinweis: Bis zum Alter von 5 Jahren sollen Kinder aufgrund der Gefahr des Einatmens keine ganzen oder gehackten Nüsse essen.

Kleine „Früchte“ mit großer Power

Hervorragende Lieferanten für Eiweiß, Eisen, Folsäure und Ballaststoffe sind alle Hülsenfrüchte. Erbsen, Linsen, Bohnen oder Kichererbsen dürfen mindestens 1 x wöchentlich als Basis einer warmen Hauptmahlzeit am Speiseplan stehen. Kleine Kinder lieben sie besonders in pürierter Form als Brei oder Suppe. Tipp: Wenn es einmal schnell gehen soll, sind rote Linsen in nur 10 Minuten ohne Einweichen gar.

Eier, eine runde Sache

Eier sind in der Kleinkindernährung alles andere als verpönt, sollten aber wie Fleisch nicht täglich gegessen werden: 1–2 Stück pro Woche (inkl. jener in Kuchen und Aufläufen) dürfen es ruhig sein, denn sie enthalten eine Vielzahl wertvoller Nährstoffe, allen voran Folsäure, Vitamin D und Eisen.

Gewürze und Salz: Weniger ist mehr

Isst ein Kleinkind am Familientisch mit sollen beim Kochen kaum Salz und keine scharfen Gewürze verwendet werden. Würzen Sie stattdessen mit frischen Kräutern. Die kleinen Nieren werden noch nicht mit großen Salzmengen fertig und die Geschmacksnerven sind empfindlich. Der elterliche Geschmackssinn ist kein guter Indikator, denn Erwachsene nehmen meist viel zu viel Salz zu sich. Auch salzreiche Lebensmittel wie Knabbergebäck, Fertigsuppen, Hartkäse, Hartwürste oder salzbestreutes Gebäck sollen nur selten bzw. in bewusst kleinen Mengen gegeben werden.

Aufs richtige Fett setzen

Ideale Öle zum Kochen, Braten und für Salate sind Raps-, Sonnenblumen- oder Maiskeimöl. Sie sind reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die in jeder Körperzelle gebraucht werden, und sind zudem hitzebeständig. Ein Kleinkind benötigt von den „konzentrierten“ Energie- und Nährstofflieferanten aber nur ganz kleine Mengen. 1 Teelöffel hochwertiges Öl und 5 g Streichfett (entspricht etwa 1 Teelöffel) pro Tag sind ausreichend. Das klingt sehr wenig, aber bedenken Sie, dass Ihr Kind auch mit Wurst, Käse, Kuchen und Gebäck Fett in versteckter Form aufnimmt.

Wasser ist Durstlöscher Nummer 1

Bei der Wahl des geeigneten Getränks gilt: Leitungswasser ist nicht nur am billigsten sondern auch am besten für Ihr Kind (Ausnahme sind nitratbelastete Hausbrunnen). Alternativ können Kleinkinder ungezuckerten Kräuter- oder Früchtetee trinken. Ein Kleinkind benötigt täglich 600 ml, das entspricht 4–6 Gläsern, Flüssigkeit. 100%ige Fruchtsäfte sollen sehr stark (mindestens 1:6) verdünnt werden. Limonaden mit oder ohne Kohlensäure oder Eistee haben im Becher eines Kleinkindes nichts verloren.

Prebiotische Ballaststoffe

Prebiotika tragen zur Vermehrung der guten Darmbakterien, damit förden sie eine gesunde Darmflora. Prebiotische Ballaststoffe sind auch in Muttermilch zu finden, was mit ein Grund ist, warum Stillen die beste Ernährung für Babys ist. Prebiotika sind auch in einigen Lebensmitteln und Getränken, wie Bananen, Zwiebeln, Tomaten, und manchen Kindermilchen enthalten. Prebiotische Ballaststoffe unterstützen Ihr Kind im Kleinkindalter von Innen heraus.

Auch mit einer ausgewogenen Ernährung kann es schwer sein ausreichend Eisen und Vitamine täglich aufzunehmen. Deshalb haben wir Aptamil Junior, eine altersgerechte Kindermilch, entwickelt. 300ml Aptamil Junior 1+  enthält etwa 20-mal so viel Eisen wie in der gleichen Menge Kuhmilch vorkommt und liefert damit etwa die Hälfte des täglichen Eisenbedarfs.

Haben Sie weitere Fragen zum Ernährung Ihres Kindes oder den Aptamil Kindermilchen? Wenden Sie sich an unser Aptamil Serviceteam, unsere Experten beraten Sie gerne in allen Fragen zu Ihrem Kind.

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