Mit 18 Monaten verwenden die meisten Kinder schon ein paar einfache bzw. von Ihnen häufig gebrauchte Wörter. Nicht alle Kleinkinder sind gleich redefreudig, machen Sie sich also keine Sorgen, wenn es noch nicht viel spricht, es versteht mehr als seine eigenen Worte. Bis zur Bildung von ganzen Sätzen ist es ein weiter Weg. Daher verwenden Kleinkinder oft einzelne Begriffe oder kombinieren zwei Wörter um ihre Wünsche auszudrücken. Wie auch beim Gehen lernen kann die sprachliche Entwicklung von Kind zu Kind weit auseinander liegen.
Mit seinem begrenzten Vokabular kann es nicht immer deutlich ausdrücken, was es will. Dieser Zustand kann sowohl für Sie als auch für Ihr Kind frustrierend sein. Deshalb treten Wutanfälle im Alter zwischen 12 und 18 Monaten häufiger auf. Es kann seine Bedürfnisse auch auf nonverbale Weise ausdrücken, achten Sie daher auf seine Gesichtsaudrücke und versuchen Sie, diese zu deuten. In dieser Zeit entwickelt sich auch das Ich-Bewusstsein – Wörter wie „ich“ und „meins“ werden daher jetzt häufiger verwendet.
Ab dem dritten Lebensjahr ist meist schon eine Unterhaltung mit Ihrem Kleinkind möglich. Es hat schon einen großen Wortschatz und kann einfache Sätze bilden. Es spricht mittlerweile verständlich und kann seine Wünsche meist unmissverständlich ausdrücken. Sie erkennen dabei, ob Sprach- und Hörvermögen gut entwickelt sind. Auch einfache Kinderlieder kann es sich immer besser merken.
Mit dem ersten Geburtstag beginnt Ihr Kind, sich langsam von Ihnen abzunabeln. Es will unabhängig sein und wird immer selbstsicherer hat aber weiterhin das Bedürfnis nach Geborgenheit. Durch Ihre Liebe geben Sie ihm Sicherheit und Halt. Besonders wichtig dabei ist auch das Einhalten von fixen Tagesabläufen, Rituale sorgen dafür, dass es weniger Probleme beim Essen und Schlafen gibt.
Kleinkinder sind sehr ich-bezogen, es dauert daher einige Zeit bis sie lernen zu teilen. Vor allem Erstgeborene haben damit so ihre Schwierigkeiten. Seien Sie daher nicht beunruhigt wenn es mit ein bis zwei Jahren lieber alleine als in der Gruppe spielt.
In diesem Alter entwickelt sich ein ausgeprägter Wille und der Effekt des Wortes „nein“ wird häufig getestet – gerne in Kombination mit Weinen, auf den Boden werfen und wild um sich schlagen. Psychologen nennen dies Trotzphase. Eltern brauchen dann vor allem eiserne Geduld und sanftes aber konsequentes Durchsetzungsvermögen.
Im Alter von 3 Jahren haben viele Kinder Trennungsängste und suchen die Nähe der Eltern. Auch das Gruppenverhalten verbessert sich ab dem dritten Lebensjahr. So wird vermehrt mit Gleichaltrigen gespielt und kommuniziert.