Unterwegs mit dem Baby

Mit dem richtigen Transportmittel und Sicherheitsvorkehrungen ausgestattet können Sie die Zeit unterwegs mit Ihrem Baby genießen.

Gerade im letzten Drittel der Schwangerschaft ist die Bewegungsfreiheit der Mutter sehr eingeschränkt; vor allem sportliche Aktivitäten können nicht mehr in dem Ausmaß wie vorher unternommen werden. Es ist daher verständlich, dass die Mutter nach den anstrengenden letzten Schwangerschaftswochen und der Geburt den Wunsch hat, ihre früheren Aktivitäten außerhalb des Hauses so bald wie möglich wieder aufzunehmen. Verständlich auch der Wunsch, das Baby bei möglichst vielen dieser Aktivitäten mitnehmen zu können.

Für Spaziergänge an der frischen Luft ist in den ersten Monaten sicher der Kinderwagen das geeignetste Transportmittel. Achten Sie bei Ausfahrten auch auf die passende Kleidung und ausreichend Sonnenschutz für Ihr Baby. Mehr zu diesem Thema finden Sie in unseren Tipps zur Babypflege.

Wenn Sie Ihr Baby von Anfang an auch im Auto mitnehmen, sind einige wichtige, gesetzlich vorgeschriebene Sicherheitsaspekte zu beachten:

  • Jedes Baby bzw. (Klein-)Kind braucht eine Sitzgelegenheit, die auf Alter, Gewicht und Größe abgestimmt ist. Die so genannte ECE-Norm unterscheidet je nach Alter und Gewicht vier Gruppen.
  • Die Gruppe 0 bzw. 0+ gibt die geeigneten Transportsysteme für Babys von Geburt bis zum 8. Monat (0 – 10 kg) bzw. bis zum 15. Monat (bis 13 kg) an.
  • Am besten verwenden Sie rückwärtsgerichtete Babyliegeschalen, die prinzipiell entgegen der Fahrtrichtung montiert werden (so genannte „Reboard-Systeme“).
  • Achtung: Reboardsitze dürfen bei einem aktiven Airbag nicht auf dem Beifahrersitz montiert werden. Über eine Deaktivierung des Airbags informieren Sie sich bei Ihrer Vertragswerkstatt.
  • Der sicherste Platz für die Liegeschale Ihres Babys ist die Rückbank!
  • Wichtig ist auch die fachgerechte Montage jedes Sicherheitssitzes. Beim Kauf ist daher eine Montageprobe empfehlenswert.
  • Kaufen Sie nur Babyschalen bzw. Kindersitze, die ECE geprüft sind.

Weitere Informationen rund um dieses Thema finden Sie im Internet unter www.autokindersitz.at

Um das Baby auch bei Spaziergängen und Wanderungen mitnehmen zu können, werden häufig Bauch- oder Rückentragen als Transportmittel verwendet. Jedes dieser Transportmittel verfügt zwar über bestimmte Vorteile, leider gibt es aber auch Nachteile.

Die Bauchtrage gibt dem Baby durch den engen Körperkontakt das Gefühl von Geborgenheit. Allerdings sollte sie erst dann verwendet werden, wenn das Baby schon alleine sitzen kann. Zwar wird hier die Entwicklung der Hüftgelenke durch den Spreizsitz gefördert, gleichzeitig wird jedoch die Wirbelsäule durch das senkrechte Sitzen belastet.

Ein für Eltern und Baby gleichermaßen bequemes Transportmittel ist die Rückentrage. Auch sie soll erst dann verwendet werden, wenn das Baby schon aufrecht sitzen kann. Sie bietet den Vorteil, dass das Baby gut sehen kann, was rundum vorgeht. Die Sitzfläche sollte sich auf halber Höhe des Rückens von Mama bzw. Papa befinden, damit die Last sowohl auf die Schultern als auch auf den Rücken verteilt ist.

Achten Sie darauf, dass die Trage mit zwei Sicherheitsgurten ausgestattet ist – einer für Babys Sicherheit und einer zum Befestigen der Trage um die Taille des Trägers. Das Baby sollte seine Beine bequem durch die dafür vorgesehenen Öffnungen stecken können. Ein müdes oder schlafendes Kind sollte in der Rückentrage nicht sich selbst überlassen werden: das Baby sinkt dann asymmetrisch zusammen oder sitzt mit überhängendschlenkerndem Kopf in seiner Trage. Bei Ermüdung nehmen Sie Ihr Baby besser auf den Arm.

Wichtiger Hinweis:

Ihr Baby sollte so kurz wie möglich, jedoch maximal 2 Stunden am Stück, in der Babyschale liegen. Machen Sie Pausen und nehmen Sie Ihr Baby aus dem Sitz, damit es sich ausreichend bewegen kann.
 

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