Das Verdauungssystem ist bei jungen Säuglingen noch nicht voll entwickelt. Daher treten Probleme wie Blähungen, Verstopfung und Krämpfe in den ersten Lebensmonaten relativ häufig auf.
Viele Säuglinge leiden an Blähungen. Obwohl sie für das Baby unangenehm sind, sind sie meistens harmlos. Eine Besserung lässt sich oft durch häufiges Aufstoßen lassen (auch während der Mahlzeit), Gabe von Fencheltee, vorsichtige Massagen des Bauches oder einen warmen Bauchwickel erzielen.
Die Stuhlhäufigkeit ist grundsätzlich sehr unterschiedlich: manche Babys haben alle 3 Tage oder noch seltener Stuhl, andere mehrmals (2 – 5 mal) am Tag. Die größte Bandbreite weisen gestillte Babys auf. Der Grund für seltenen Stuhl bei vollgestillten Kindern ist darauf zurückzuführen, dass das Baby die Nahrung besonders gut verwertet, so dass kaum Reste zurückbleiben. Erst innerhalb von wenigen Tagen haben sich so viele Nahrungsrückstände angesammelt, dass eine Stuhlentleerung erfolgen muss.
Der Stuhl bei Muttermilchernährung ist üblicherweise salbenartig weich bis breiig, hat eine goldgelbe Farbe und einen leicht säuerlichen Geruch. Aber auch Abweichungen davon (dünner Stuhl mit gelblich-grüner Farbe) sind nicht unbedingt ein Grund zur Beunruhigung, sofern sich das Baby normal entwickelt und einen zufriedenen, aktiven Eindruck macht.