"Gelbsucht"

Eine Besonderheit während der ersten Tage ist die meist am 2. oder 3. Lebenstag auftretende Gelbsucht. Die Haut und auch Teile des weißen Augapfels werden mehr oder weniger stark gelb gefärbt. Diese Gelbsucht ist die Folge der Blutumstellung, die in den ersten Tagen nach der Geburt aufgrund der geänderten „Umgebungsbedingungen“ (eigene Atmung) erfolgt. Durch den Abbau roten Blutfarbstoffes, von dem nach der Geburt nicht mehr so viel benötigt wird wie vorher, entsteht ein gelblicher Stoff.

Am 2. bis 3. Lebenstag kreist dieser gelbliche Stoff in solchen Mengen im Blut, dass sich die Haut und auch die Augen beim Neugeborenen gelb verfärben. Die Gelbsucht ist eine ganz natürliche Erscheinung, die nach etwa 7 – 10 Tagen wieder abklingt. Sobald das Blut seine normale Zusammensetzung erreicht hat, tritt wieder die rosige Hautfarbe zutage.

Echte Gelbsucht

Stärkere Beachtung sollte man einer frühzeitig auftretenden „echten“ Gelbsucht schenken. Dabei handelt es sich meistens um eine Blutunverträglichkeit, die vom Rhesusfaktor ausgehen kann oder vom A-, B-, Null-Blutgruppensystem.
Eine sehr frühzeitige klinische Behandlung verhindert Spätschäden, die besonders am kindlichen Gehirn auftreten können. Auch eine über zwei Wochen anhaltende Gelbsucht bedarf unbedingt der Untersuchung durch Ihren Kinderarzt.

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