Babys Breimahlzeiten

Mit der Erweiterung von Babys Speiseplan durch Beikost soll frühestens nach dem 4., spätestens aber nach dem 6. Monat begonnen werden. Dann reicht die Milchnahrung allein nicht mehr aus, um Babys Bedarf an Nährstoffen, Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen, insbesondere an Eisen, zu decken.
 
Unter Beikost versteht man alle Nahrungsmittel mit Ausnahme von Muttermilch und Milchfertignahrung, wie z.B. verschiedene Breie und später auch Knabbereien. Die langsame und stufenweise Einführung von Beikost unterstützt den Übergang zur Erwachsenenernährung, das Baby lernt dadurch Kauen und gewöhnt sich an neue Geschmacksrichtungen.

Tipps zur Beikosteinführung:

Grundsätzlich wird zwischen 3 Arten von Beikost-Mahlzeiten unterschieden:

  • dem Milch-Getreide-Brei,
  • der Gemüse-Fleisch-Brei und
  • der Obst-Mahlzeit.

Pro Monat soll nur eine Milchmahlzeit (Stillen oder Flaschennahrung) gegen eine Beikost-Mahlzeit ersetzt werden. Viele beginnen traditionellerweise mit dem Gemüse (z. B. Karotte oder Kürbis oder Pastinaken), zu dem dann bald auch das Fleisch dazu kombiniert wird. Ein Monat später ersetzt man dann die Mahlzeit am Nachmittag oder am Abend mit einem Milch-Getreidebrei. Es spricht aber auch nicht dagegen, zuerst mit dem Milch-Getreide-Brei zu beginnen und als zweite Beikostmahlzeit die Gemüse-Fleisch-Kombination zu geben. Auch kann man die einzelen Mahlzeiten von der Tageszeit her auch austauschen (z.B. am Morgen den Milch-Getreide-Brei und nachmittags die Obst-Mahlzeit).

Bei den Milchbreien bietet Aptamil folgende Auswahl an:

Die Obst- Mahlzeit wird meist am Vormittag gegeben, die Gemüse-Fleisch-Mahlzeit ersetzt nach und nach das Stillen oder das Fläschchen zu Mittag und der Milch-Getreide-Brei wird gerne als Nachmittags- oder Abend-Mahlzeit gegeben.
Achten Sie darauf, dass nicht zu viele neue Nahrungsmittel auf einmal eingeführt werden. Beobachten Sie, wie gut Ihr Baby die einzelnen Nahrungsmittel verträgt. Wenn keine Unverträglichkeiten auftreten, kann ein weiteres Lebensmittel hinzugefügt bzw. können die gut vertragenen Lebensmittel miteinander kombiniert werden.

Geben Sie zunächst nur einige Löffel und steigern Sie die Menge langsam. Anfangs wird Ihr Baby versuchen, den Brei mit der Zunge wieder herauszuschieben. Haben Sie Geduld und lassen Sie Ihrem Baby Zeit, vom Löffel essen zu lernen. Schließlich sind zum Essen vom Löffel ganz andere Bewegungen mit Mund, Lippen und Zunge erforderlich als beim Saugen. Wenn Ihr Baby auch nach mehreren Versuchen Beikost strikt verweigert, dann warten Sie besser noch eine Weile (einige Tage oder eine Woche) und probieren es dann noch einmal.

Solange Ihr Baby nur einige Löffel und noch keine ganze Portion isst, geben Sie ihm hinterher noch die Brust oder die Flasche. Dieses Verhältnis zwischen Brei und Fläschchen soll sich immer mehr in Richtung Brei verschieben – geben Sie also immer mehr vom Brei und weniger vom Fläschchen, bis die komplette Milch-Mahlzeit durch eine Breimahlzeit ersetzt ist.

Sobald eine größere Menge an Beikost gegeben wird und weniger von der Muttermilch bzw. vom Fläschchen, erhält Ihr Baby dadurch weniger an Flüssigkeit. Es ist wichtig, diese Flüssigkeit zu ersetzen bzw. in „anderer Form“ zu geben. Reichen Sie daher dem Baby zu den Beikostmahlzeiten zusätzlich Flüssigkeit, in Form von babygerechten Getränken wie Wasser oder Babytees.

Welche Nährstoffe sind wichtig?

Bei der Beikosteinführung ist die Reihenfolge, in der Sie bestimmte Nahrungsmittel geben, nicht entscheidend. Wichtig ist, dass Sie zu Beikostbeginn Nahrungsmittel mit hohem Eisen- und Zinkgehalt wählen (wie z.B. Gemüse-Fleisch-Mahlzeiten oder Getreide-Milch-Breie).

Ihr Baby verfügt von Geburt an über einen Eisenspeicher. Dieser wird in den ersten Lebensmonaten aufgebraucht und kann ab dem sechsten Monat nicht mehr durch die alleinige Ernährung mit Muttermilch gedeckt werden. Achten Sie daher bei Beikosteinführung auf eine ausreichende Versorgung mit Eisen und Zink. Diese unterstützt auch die Entwicklung Ihres Babys. Eisen- und zinkreiche Lebensmittel sind Rind-, Kalb-, und Schweinefleisch sowie Getreide und Hülsenfrüchte. Kombinieren Sie eisenreiche Lebensmittel mit Vitamin C-reichem Obst und Gemüse, denn Vitamin C trägt zu einer besseren Eisenaufnahme bei.

Täglich sollte auch eine Portion an hochwertigem Eiweiß, in Form von Fleisch, Fisch, Ei oder Hülsenfrüchten, Teil des Speiseplans sein. Schon kleine Mengen reichen aus um dem Bedarf Ihres Babys zu decken, wie z. B. ein Stück Fleisch mit etwa 30 g.

Glutenfrei – was ist das?

Gluten ist ein völlig natürliches Getreide-Eiweiß, das von manchen Babys (ca. 1% aller Säuglinge) nicht vertragen wird. Um die noch nicht vollständig ausgebildeten Verdauungsorgane zu schonen, empfiehlt die Kinderheilkunde, für alle Babys erst nach dem 4. Lebensmonat mit der Beikosteinführung zu beginnen und diese nicht frühzeitig mit dem Pflanzeneiweiß Gluten zu belasten. Gluten ist in allen Getreidesorten außer Reis Mais, Hirse und Buchweizen enthalten. Die erste Beikostmahlzeit sollte auf alle Fälle glutenfrei sein. Die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) empfiehlt Gluten zwischen dem 4. und 6. Lebensmonat in kleinen Mengen einzuführen.

Babys die eine Glutenunverträglichkeit (Zöliakie)haben sind oft appetitlos und erbrechen ziemlich häufig. Der Stuhl ist hell und riecht streng, der Bauch ist dick und aufgebläht, obwohl das Baby an Gewicht verliert. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt wenn Sie eine Glutenunverträglichkeit Ihres Babys befürchten.

Aptamil Säuglingsmilchnahrungen und Folgemilchprodukte sind grundsätzlich glutenfrei. Bei den verschiedenen Aptamil Milch- und Grießbreien gibt es glutenfreie Sorten (Hinweis auf der Packung). Zu den Aptamil Milch-Getreide-Breien

Dieses Zeichen finden Sie auf allen Aptamil Produkten, die glutenfrei sind:

Einen Überblick über Babys Ernährung haben wir für Sie in unserem Ernährungsplan für das 1. Lebensjahr zusammengestellt.

Aptamil zum Löffeln

Der Aptamil Milchbrei Grieß ist reich an Eisen und ideal für die Beikosteinführung nach dem 4. Monat geeignet.
Produkt anzeigen